Erstellt am 22. September 2015, 14:32

Geschirrstadt wird belebt. Studenten der NDU können schon bald ihre eigenen Teller und Tassen kreieren. Der Verein des Geschirrmuseums und die Laufen AG unterstützen die Initiative. WILHELMSBURG / 

In dieser Werkstätte beim Geschirrmuseum entsteht vielleicht schon bald das nächste Lilienporzellan. VWGM Roland Fink  |  NOEN

Vor zwanzig Jahren wurde die Geschirr-Produktion in Wilhelmsburg geschlossen. Bald schon wird in der Keramikstadt aber wieder neues Geschirr gebrannt werden. Möglich macht das eine Kooperation zwischen Geschirrmuseum, NDU St. Pölten und der Laufen AG.

Kompetenzzentrum für Keramik wird gestärkt

„Damit wird Wilhelmsburg als Kompetenzzentrum für Keramik gestärkt“, freut sich der Obmann des Vereins Wilhelmsburger Geschirrmuseum Manfred Schönleitner, der die Zusammenarbeit initiierte.

Die einstigen historischen Werkstätten werden vom Verein Wilhelmsburger Geschirrmuseum revitalisiert und im Jänner 2016 beginnen die ersten Workshops für die Studenten der NDU im Rahmen ihres Studienzweiges Design Handwerk und materielle Kultur. „Die Studierenden haben die Möglichkeit, neue Materialien zu erforschen oder alte zu revitalisieren“, sagt Eva Heinz von der NDU. Die Vorteile der historischen Fabrik würden in der vorhandenen Peripherie, die ein „Pantschen“ mit Rohstoffen der Keramikbranche ermöglicht, liegen.

Studenten werden unterstützt

Seitens der Laufen AG, die ihren Betrieb gleich in der Nähe hat, wird ein Brennofen für die Studenten zur Verfügung gestellt. „Wo wir können, werden wir die Studenten unterstützen“, betont Michael Kindl, Geschäftsführer der Laufen AG, der diese Initiative als sehr positiv für Wilhelmsburg bewertet. „Forschung, Lehre und Industrie wachsen dadurch näher zusammen“, sagt Kindl.

Offiziell präsentiert wird diese Kooperation im Rahmen der Langen Nacht der Museen am Samstag, 3. Oktober.