St. Pölten

Erstellt am 29. April 2017, 05:47

von Birgit Kindler

St. Pöltner macht Saft aus Super-Frucht. Aronia-Beere soll unter anderem der Zellalterung entgegenwirken. Anton Schaup baut sie im Perschlingtal an.

 |  NÖN

Etwas säuerlich schmeckt der Saft der Aronia-Beere. Doch nur 100 Milliliter pro Tag sollen reichen, um das Immunsystem zu stärken und der Zellalterung entgegenzuwirken. Außerdem enthalten 100 Gramm Aronia-Beeren 2,15 Gramm Anthocyane – im Vergleich dazu haben Brombeeren nur 0,85 Gramm.

Diese Anthocyane sollen eine positive Wirkung auf Herz und Gefäße haben, regulierend auf den Blutdruck und gegen Entzündungen wirken. „Vor allem sind die Beeren auch freie-Radikale-Fänger“, weiß der St. Pöltner Anton Schaup, der sich dieser Pflanze seit 2012 verschrieben hat.

Auf neun Hektar im Perschlingtal baut er diese Pflanzen an. Geerntet werden die Beeren Ende August bis Anfang September mit einer Weinlesemaschine. Bei der Firma Altenriederer in Wagram wird das Obst gepresst und in Flaschen abgefüllt. Aus einem Kilo Beeren bekommt man 0,6 Liter Saft.

„Diese Konzentration an gesunden Inhaltsstoffen gibt es in keiner anderen Pflanze.“

Anton Schaup

Entdeckt hat Schaup die Aronia-Beere, weil er etwas in Richtung Gesundheit machen wollte, als er den landwirtschaftlichen Betrieb seiner Tante übernahm. Durch Recherchen ist er auf die Aronia-Beere gestoßen, die in der Steiermark bereits seit 15 Jahren angebaut wird. „Ich habe dann Kontakt mit den Steirern aufgenommen und mich über den Anbau erkundigt“, berichtet der St. Pöltner.

Pflanze in NÖ bekannter machen

Am meisten fasziniert hat ihn der Wert für die Gesundheit der Aronia-Beere. „Diese hohe Konzentration an gesunden Inhaltsstoffen gibt es in keiner anderen Pflanze“, sagt Schaup. Schade findet es der St.

Pöltner, dass in Niederösterreich noch so wenige die Pflanze und ihre Wirkstoffe kennen. Deshalb will er die Beere bekannter machen, indem er die Produkte auf Veranstaltungen anbietet. Verkauft werden die Säfte und Beeren beim Jagahof Dangl in Jägerhöfe. „Und auch in St. Pölten stehen immer ein paar Flaschen bereit“, so Schaup, der derzeit auf der Suche nach einem Standort in Wien ist, wo er seine Säfte anbieten kann.