St. Pölten

Erstellt am 30. August 2016, 05:54

von Daniel Lohninger

WIFI St. Pölten saniert Haupthaus. Schritt für Schritt soll aus dem denkmalgeschützten Betonbau in der Mariazeller Straße ein High-Tech-Gebäude werden. Los geht es 2017 mit Musterzimmern.

Etwa 1.100 Mitarbeiter, Lehrende und Lernende gehen Tage für Tag im WIFI-Gebäude an der Mariazeller Straße ein und aus. Im nächsten Jahr werden die ersten baulichen Schritte für die Generalsanierung gesetzt.  |  NOEN, WIFI

Mitten im Grünen wurde vor 45 Jahren das WIFI-Lehr- und Werkstättengebäude an der Mariazeller Straße eröffnet. Heute liegt der Bau von Karl Schwanzer – später auch Architekt des markanten BMW-Verwaltungsgebäudes in München – mitten in verbautem Gebiet und ist denkmalgeschützt. Und sanierungsbedürftig. Daher stellte das Präsidium der Wirtschaftskammer NÖ mit einem Grundsatzbeschluss die Weichen für die Generalsanierung.

Fenster stammen aus dem Jahr 1971 ...

Andreas Hartlfreut sich auf die Sanierung des WIFI.  |  NOEN, privat

„Die Zeit drängt zwar nicht, aber es muss etwas gemacht werden“, erklärt WIFI-Institutsleiter Andreas Hartl. Der Sichtbeton der Außenwände ist teilweise massiv beschädigt. In manchen Teilen auf der Westseite hat man mit Wasserschäden zu kämpfen und Fenstern, die noch aus 1971 stammen.

Auch die Haustechnik entspricht nicht mehr modernen Erfordernissen. Durch laufende Investitionen sei es zwar gelungen, dass die Innenräume in vielen Bereichen modern sind, an einer Sanierung des Altbestandes mit einer Nutzfläche von 20.000 Quadratmetern führe aber kein Weg vorbei.

Erfolgen wird die Generalsanierung in mehreren Phasen. Im ersten Schritt werden im Sommer 2017 Schulungsräume im ersten und zweiten Stock zu Musterzimmern. „Es geht vor allem darum, bei der technischen Ausstattung die beste Lösung zu finden“, erklärt Hartl.

2019/20 könnten erste Arbeiten starten

Verschiedene Heiz-, Kühl- und Lüftungssysteme werden eingebaut sowie diverse gestalterische Elemente getestet. Nach einem Jahr wird evaluiert. „Darauf aufbauend wird dann in Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt ein konkretes Sanierungskonzept erstellt, das anschließend umgesetzt wird“, führt der WIFI-Chef aus.

Die Bauarbeiten in ersten Teilbereiche könnten 2019/20 in Angriff genommen werden. Berücksichtigt werden müsse aber, dass die Sanierung den laufenden Betrieb – das WIFI verfügt am Standort über 800 Ausbildungsplätze – so wenig wie möglich beeinträchtigen dürfe, meint Hartl. Abgeschlossen werden könnte die Generalsanierung dann 2022/23.

Parallel dazu werden, wie in der Vergangenheit auch, einzelne Bereiche separat modernisiert. Derzeit ist das die Lehrküche, die um etwa 900.000 Euro erneuert wird. Im nächsten Sommer wird das Frisörstudio komplett neu eingerichtet.

Nicht saniert werden der 2000 eröffnete Zubau sowie das erst 2014 eröffnete TedeZ.