Erstellt am 22. Juni 2016, 05:05

von Mario Kern

GZU St. Pölten: ÖBB sparen 30 Millionen Euro. Noch heuer wird die Güterzugumfahrung an die Westbahnstrecke angeschlossen. Budget wird sogar unterschritten.

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In eineinhalb Jahren soll die Güterzugumfahrung (GZU) in Betrieb gehen. „Wir konnten unser Zeitmanagement bisher planmäßig einhalten“, informiert Sprecherin Juliane Pamme im NÖN-Gespräch.

Mehr als nur einhalten können die Bundesbahnen die prognostizierten Kosten in der Höhe von 804 Millionen Euro,  ergänzt sie: Die Errichtung der 24,7 Kilometer langen Strecke, die künftig den Güterverkehr um die Stadt und den Hauptbahnhof herumleitet, wird mit 774,6 Millionen Euro sogar um knapp 30 Millionen Euro günstiger. Das ist die neueste Prognose nach Abschluss einiger wichtiger Projektabschnitte. Im Vorjahr wurden bereits alle Gleise verlegt und auch ein Großteil des Oberbaus und der eisenbahntechnischen Ausrüstung errichtet.

GZU-Anschluss an Westbahn im November

Im November dieses Jahres wird die neue Westbahnstrecke am Knoten Wagram an die GZU angeschlossen. „Da werden die beiden letzten Weichen unter Betrieb eingebaut“, weiß Juliane Pamme.

Bis dahin wird im Abschnitt Mitte noch an der Verkabelung und an der Telekommunikation gearbeitet. Auf der Freilandstrecke sind die Oberleitungen bereits montiert, im Pummersdorfer Tunnel soll das noch in diesem Jahr geschehen. Die Technikgebäude und Hochbauten für die Notausgänge sind bereits fertiggestellt.

Im Abschnitt West wird am Schotteroberbau, an den Lärmschutzwänden und an Verkabelungen und der Oberleitung gearbeitet.

Um einen Einblick in den Baufortschritt der Güterzugumfahrung zu bekommen, laden die ÖBB am Freitag, 1. Juli, von 10 bis 18 Uhr zum Tag der offenen Baustelle.

GZU-Baustellentag

  • Am 1. Juli werden Feuerwehrfahrzeuge präsentiert, Kranfahrten unternommen. Auf die Jüngsten warten Loksimulator, Foto-Funbox und Hüpfburg.

  • Ein Zug-Shuttle pendelt zwischen Pummersdorfer Tunnel und Winkel. Ein Sonder-Bus fährt durch umliegende Gemeinden.