Erstellt am 20. April 2016, 15:04

von Daniel Lohninger

Heinzl trat ab, Vavra folgt. Nach 35 Jahren an der Spitze legte Anton Heinzl den Vorsitz der mitgliederstärksten SP-Sektion zurück. Zur Nachfolgerin wurde Gabriele Vavra gewählt.

Der neue Vorstand der Harlander SPÖ rund um Gabriele Vavra (Dritte von links), Andreas Fiala, Rita Klement und Dominik Grosch: Schriftführerin Elisabeth Wimmer, Kassierin Jutta Buchegger, Schriftführerin-Stellvertreterin Kerstin Grosch sowie Ehrenvorsitzender Anton Heinzl.  |  NOEN, zVg

Hans Schicklgruber war Bürgermeister, Bruno Kreisky Bundeskanzler und Rudolf Kirchschläger Bundespräsident als Anton Heinzl in der Harlander SP 1981 das Ruder übernahm. 35 Jahre später legte der zum Nationalratsabgeordneten gereifte Politiker seine Funktion als Vorsitzender zurück.

„Ich hätte nie gedacht, dass ich diese Funktion so lange ausüben würde“, meinte Heinzl zum Abschied. Und erinnerte daran, dass Harland mittlerweile die mitgliederstärkste Sektion der St. Pöltner SP sei. Harlands Einwohnerzahl habe sich seit 1981 etwa um ein Drittel erhöht, dennoch sei der dörfliche Charakter erhalten geblieben: „Hier gibt es viel Kultur, man kennt seinen Nachbarn noch, die Natur ist nahe und das Stadt-Zentrum nicht weit.“ Die SP sei der Motor der Entwicklung Harlands gewesen und werde das auch in Zukunft sein.

„Ich will die erfolgreiche Arbeit von Toni fortführen"

Die Nachfolge von Heinzl tritt Gabriele Vavra an, die einstimmig zur neuen Vorsitzenden gewählt wurde. Ihre Stellvertreter sind Andreas Fiala, Rita Klement und Dominik Grosch. „Ich will die erfolgreiche Arbeit von Toni fortführen und weiter entwickeln“, betonte Vavra. Besonders schmerze das Fehlen eines Nahversorgers, einen neuen für Harland zu begeistern, sei die große Aufgabe der Zukunft.

„Als ich vor 25 Jahren nach Harland kam, war der Toni für mich ein Halbgott“, schilderte Stadträtin Renate Gamsjäger die Eindrücke ihres ersten Treffens mit Heinzl. Er habe seither viel für Harland und St. Pölten bewegt. Das strich auch Landtagsabgeordnete Heidemaria Onodi hervor: „St. Pöltens Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte trägt sehr stark die Handschrift von Toni Heinzl.“