Erstellt am 23. Juli 2016, 07:41

Von der Gegenwart in die kreative Zukunft. Künstler Herbert Kraus stellt aktuelle Arbeiten im DOK aus. Noch in diesem Jahr zeigt er Science-Fiction-Bilder im Rathaus.

Herbert Kraus vor seinen Skulpturen im DOK. Die Werke sind noch bis 21. August zu sehen. Becker  |  NOEN

„Je isolierter etwas ist, desto genauer wird es betrachtet“, erklärt Maler und Bildhauer Herbert Kraus. In diesem Fall spricht er von seinen Skulpturen, ausgestellt im Dokumentationszentrum für Moderne Kunst (DOK). Im Rahmen der Werkschau „Objekt, Plastik, Skulptur, Relief, Installation“ des Landesverbandes der NÖ Kunstvereine zeigt Kraus diese Werke stellvertretend für die Künstlergruppe Penta.

Ob Österreich, Ungarn, Tschechien oder Japan – Kraus‘ Kunstwerke waren bereits dort ausgestellt und trotzdem hat der Künstler und Skulpturist noch unzählige weitere Projekte geplant: Noch in diesem Jahr werden Bilder des Künstlers im St. Pöltner Rathaus zu sehen sein. Anlässlich der 30 Jahre Landeshauptstadt-Feier kreiert Kraus Science-Fiction-Bilder, die ein St. Pölten in ferner Zukunft verkörpern sollen: „Ein Traum für jeden Künstler wäre es, seine Kunst ausleben zu können, ohne bürokratische Hindernisse.“

Großes Repertoire, vielseitige Arbeiten

Während seines gesamten Lebens hat der Künstler bereits über 500 Aktbilder gemalt. Auch fast 300 Öl- und Aquarellbilder sind in seinem breiten Repertoire zu finden. Immer wieder arbeitet er aber auch an Skulpturen. Für ihn seien seine Kunstwerke eine Präsentation seiner Eindrücke und keine Dokumentationen, betont Herbert Kraus.

Jungen und werdenden Künstlern erteilt Kraus den Ratschlag, gute Kontakte zu pflegen. Denn: „Im Allgemeinen neigen Künstler dazu, zu ehrlich zu sein. Auf manche Menschen wirkt diese Charaktereigenschaft auch beleidigend.“

Der Künstler lebt nach einer Künstlerregel: „Kein Tag ohne Strich.“ So arbeitet der 64-Jährige jeden einzelnen Tag an seinen Kunstwerken. Doch natürlich kommt es nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität an: Herbert Kraus‘ Arbeiten eröffnen einen neuen Blickwinkel, regen zum Denken und Betrachten an. Ganz im Sinne des Künstlers, der selbst das Betrachten zur Maxime erhebt.