Erstellt am 20. Mai 2016, 05:44

von Daniel Lohninger

Hofer gegen "VdB": Adl wird ungültig wählen. Während Matthias Stadler und die Stadt-SP klar für Van der Bellen sind, ist Stadt-VP-Chef für keinen der Kandidaten. Sowohl FP als auch Grüne sind zuversichtlich.

Matthias Stadler bleibt bei seiner Wahl-Empfehlung für Alexander Van der Bellen. Foto: privat  |  NOEN, privat

Norbert Hofer schnitt in der Stadt schlechter ab als im Bezirk, bei Alexander Van der Bellen war es umgekehrt. Das ist die Ausgangsposition vor dem zweiten Wahlgang für das Bundespräsidentenamt.

Im Vergleich zum ersten Wahlgang hat sich aber einiges geändert: Die St. Pöltner SP steht fast geschlossen hinter Van der Bellen. St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler gab bereits am Wahlabend eine Wahlempfehlung für ihn ab, auch die SP-Abgeordneten Anton Heinzl und Heidemaria Onodi werden ihn wählen.

FP und Grüne zeigen sich zuversichtlich

„Die Reaktionen auf meine Wahlempfehlung waren überwiegend positiv“, sieht sich Stadler in seiner Linie bestätigt. Am Sonntag gehe es um eine Richtungs-Entscheidung, bei der viel auf dem Spiel stehe – „ein weltoffenes Österreich oder eines, das sich abschottet“.

Für keinen der Kandidaten wird VP-Vizebürgermeister Matthias Adl stimmen. „Ich kann weder den einen noch den anderen empfehlen“, so Adl. Zugleich werde er als glühender Demokrat natürlich zur Wahl gehen – was im Klartext heißt: Adl wird ungültig wählen.

Zuversichtlich für den Wahlabend zeigt man sich bei FP und Grünen. „Ich blicke diesem Sonntag optimistisch entgegen. Die Chance war noch nie so groß, einen objektiven Bundespräsidenten zu bekommen, der für alle Österreicher da ist“, rechnet Stadt-FP-Chef Klaus Otzelberger mit einem Sieg Hofers. Die Chancen für einen Sieg Van der Bellens seien intakt, erwartet Grünen-Geschäftsführer Markus Hippmann ein enges Rennen, das zu Gunsten des ehemaligen Grünen-Chefs ausgehe.


Erster Wahlgang

STADT ST. PÖLTEN

Norbert Hofer30,5 %

Alexander Van der Bellen23,0 %

BEZIRK ST. PÖLTEN

Norbert Hofer35,4 %

Alexander Van der Bellen18,4 %