Erstellt am 19. Dezember 2015, 15:26

Hohe Kundenfrequenz in St. Pölten. Am letzten Einkaufssamstag vor dem Heiligen Abend waren viele in der St. Pöltner Innenstadt unterwegs, um Geschenke zu besorgen.

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Dementsprechend lang waren die Warteschlangen vor den Kassen mancher Läden."Je näher die Festtage rücken, umso mehr wird gekauft", sagte eine Spielwaren-Verkäuferin. "Wir sind mit dem Weihnachtsgeschäft bisher zufrieden", meinte der Filialleiter eines Elektrohändlers.

Besonders beliebt seien heuer die kürzlich erschienenen Handymodelle samt Zubehör, Multimedia-Produkte und Laptops, während der Verkauf von Fotokameras stagniere. "Am ersten Adventsamstag schauen die Kunden eher nur und informieren sich, ab dem zweiten Wochenende wird gekauft", sagte der Filialleiter. Seit Mitte Dezember habe es bereits einige starke Verkaufstage gegeben, "da haben wir aufgeholt, sodass der Umsatz im Plan liegt".

In den letzten zwei Wochen vor dem Fest seien Brettspiele traditionell sehr beliebt, heuer werde auch viel Holzspielzeug gekauft, erzählte die Verkäuferin im Spielwarengeschäft. "Viele Kunden machen sich Gedanken über die Produktionsbedingungen und wollen kein Plastikspielzeug schenken ", bestätigte ihre Kollegin.

Händler waren für Andrang gerüstet

Im Traisenpark in St. Pölten war die Kundenfrequenz ebenfalls hoch. "Ich habe ein Star-Wars-Puzzle für meinen Bruder besorgt", berichtete eine junge Frau, die sich beim Geschenk-Einpackservice des Einkaufszentrums anstellte. "Die meisten Packerl haben wir schon zuhause, es fehlen nur mehr Kleinigkeiten. Ich besorge die Geschenke nicht gern auf den letzten Drücker", meinte ihre Freundin.

Für den Kundenandrang hatten sich die Händler mit entsprechend viel Personal gerüstet. Am vierten Adventsamstag seien besonders viele Mitarbeiter im Einsatz, hieß es in einem Elektrofachgeschäft. Die Beschäftigten mancher Händler waren passend zum bevorstehenden Fest mit weihnachtlicher Kopfbedeckung - etwa Haarreifen mit Rentiergeweih und rot-weißen Mützen - oder Pullis mit Weihnachtsmotiven gekleidet.

Manche waren sich allerdings nicht sicher, ob das ausgesuchte Buch oder Kleidungsstück beim Beschenkten auch gut ankommen wird. Eine Frau, die eine schwarze Herrenweste bei einem Textilhändler kaufte, erkundigte sich deshalb gleich nach den Umtauschmöglichkeiten. "Die Rechnung aufheben, dann ist ein späterer Umtausch kein Problem", sagte die Verkäuferin.

Hohe Frequenz in der SCS

Über hohe Kundenfrequenzen "von der Früh weg" freute man sich auch im größten Einkaufszentrum des Landes, der Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf bei Wien. "Das ist sicher der stärkste der Adventsamstage", verglich Center-Manager Anton Cech die Größenordnung im ansonsten heuer bis dato "noch eher verhaltenen" Weihnachtsgeschäft mit dem bisherigen "Top-Tag", dem montäglichen "Fenstertag" vor dem 8. Dezember, mit 105.000 Besuchern. Von den Branchen her würden Juweliere, Parfümerien und Spielwaren "hervorragend" liegen, wohl wetterbedingt schwächer Winterbekleidung und der Sportbereich. SES (Spar European Shopping Centers), im Bundesland neben 20 Prozent in der SCS mit dem Fischapark in Wiener Neustadt und dem Mariandl inKrems vertreten, erwartete laut einer Aussendung ebenfalls den frequenzstärksten Samstag im diesjährigen Weihnachtsgeschäft.