Erstellt am 12. Oktober 2016, 12:04

von Daniel Lohninger

Umstrittene Entscheidung: Versetzung empört Eltern. Nach drei Jahren am Hort Viehofen/Radlberg wurde Alexander Kollmann in der Vorwoche in die Daniel-Gran-Schule abberufen. Die Familien machen dagegen mobil.

Alexander Kollmann wurde von Viehofen in die Daniel-Gran-Schule versetzt.  |  NOEN, privat

In heller Aufregung sind die Eltern in Radlberg und Viehofen. Grund dafür ist die Versetzung des beliebten Nachmittagsbetreuers Alexander Kollmann vom Hort in der Volksschule Viehofen in die Daniel-Gran-Schule. Mit einer Unterschriftenaktion hoffen die Eltern, die Versetzung rückgängig machen zu können.

„Für uns ist Alexander wie ein Bilderbuch-Onkel, den alle Kinder mögen. Wir haben kein Verständnis dafür, dass er ohne Vorankündigung versetzt wird“, gehen die Eltern auf die Barrikaden. Drei Jahre lang war Kollmann im Hort Viehofen/Radlberg tätig und eroberte dabei durch seine kreative Art der Nachmittagsbetreuung nicht nur die Herzen der Kinder, sondern auch jene der Eltern.

Seit der Vorwoche ist alles anders. Ohne Information der Eltern wurde Kollmann versetzt – und das ein paar Wochen nach Beginn des Schuljahres. Die Änderung sei „dienstlich notwendig“ gewesen, erklärt Rathaussprecher Martin Koutny. Es gebe viele Betreuerinnen und Betreuern, die so beliebt wie Kollmann seien, und die Stadt müsse sich wie jeder Dienstgeber das Recht vorbehalten, die Dienstnehmer so einzusetzen, wie sie es für sinnvoll erachtet. Zudem sei die Versetzung in Absprache mit Kollmann erfolgt. „Die Erfahrung zeigt, dass sich Kinder sehr rasch auf die neue Betreuungsperson einstellen“, rechnet Koutny damit, dass sich der Ärger bald wieder legen werde.

Eltern drohen: „Nehmen Kinder aus dem Hort“

Davon gehen die Eltern nicht aus. Gegenüber der NÖN kündigten einige an, dass sie ihre Kinder aus dem Hort nehmen, sollte die Stadt ihre Personalentscheidung nicht rückgängig machen. Zumal sich mit dem Wechsel der Betreuungskraft manches zum Schlechteren verändert habe. „Unter Alex stand jeden Tag Bewegung auf dem Programm. Die neue Betreuerin hat gleich zu Beginn gesagt, dass es das in Zukunft nur mehr zwei Mal pro Woche geben wird“, erzählt eine Mutter. Die Eltern fürchten auch, dass viele Errungenschaften für den Hort, die Kollmann durch Spenden „an Land ziehen konnte“, bald der Vergangenheit angehören.

Diesbezüglich gibt die Stadt Entwarnung. Koutny: „Das Wohl der Kinder in der Nachmittagsbetreuung ist uns äußerst wichtig und wir nehmen den Auftrag zur Herstellung bestmöglicher Rahmenbedingungen sehr ernst.“ Rückgängig machen werde die Stadt ihre Entscheidung aber nicht mehr.