Erstellt am 08. Oktober 2015, 08:05

von Jutta Streimelweger

Sportwoche oder Ball, das ist hier die Frage. St. Pöltner HTL-Schüler möchte von Schulveranstaltung aufgrund von Terminkollision nicht ausgeschlossen werden. Verschieben geht nicht.

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Für Wirbel sorgte ein HTL-Schüler. Der Jugendliche wandte sich online mit einem Leserbrief an die NÖN, um seinen Ärger laut zu machen: „Das Datum des HTL-Balles fällt mit unserer Wintersportwoche zusammen.“

„Es ist nicht fair, dass wir von unserer
eigenen Schulveranstaltung ausgeschlossen
werden.“
Schüler der HTL-St. Pölten

Das Anliegen, die Sportwoche der 2. Klassen zu verschieben, sei nicht begrüßt worden: „Es ist nicht fair, dass wir von unserer eigenen Schulveranstaltung ausgeschlossen werden“, meint der Schüler.

Ganz neu ist diese Problematik für HTL-Direktor Johann Wiedlack: „Die Wintersportwoche findet immer zu dieser Zeit statt, das ist seit Jahren so.“ Unmut habe es trotz jährlicher Terminkollision mit dem Ball noch nie gegeben: „Die Skikurse und Quartiere sind schon lange gebucht, eine Änderung des Termins ist nicht mehr möglich.“

Nachkommen wollte nach dem Ball keiner

Der Abteilungsvorstand habe aber das Gespräch mit den Schülern gesucht und ihnen angeboten, dass der Skikurs abgesagt werden könne, oder einzelne Schüler oder ganze Klassen nach dem Ball nachkommen können.

„Absagen wollte die Wintersportwoche niemand, und das Angebot, nach der Ballnacht nachzukommen, wurde von keinem Schüler angenommen. Grundsätzlich hindern wir aber niemanden daran, zum Ball zu gehen“, so Wiedlack.

Dass der protestierende Schüler mit seiner Meinung alleine dasteht, zeigt eine Meldung der betroffenen Klassen an die NÖN: „Wir möchten klarstellen, dass es sich um keine Initiative unserer Klassen, sondern die Einzelaktion einer Person handelt.“