Erstellt am 20. November 2015, 05:53

von Manuela Mayerhofer

Hubert Schmied wird zum Bio-Soja-Pionier. Böheimkirchner investiert 800.000 Euro in Soja-Toaster und Pellets-Presse. Und erzeugt mit Bio-Energie Bio-Soja.

In diesen Röhren der Soja-Toast-Anlage werden die Sojabohnen auf rund 120 Grad erhitzt. Verwendet kann Soja etwa zur Herstellung von Tofu, Sojamilch oder Sojaöl werden. Die Anlage wird demnächst in den nächsten vierzehn Tagen in Betrieb gehen. Im Bild Hubert Schmied vor dem neuen Soja-Toaster. Foto: Manuela Mayerhofer  |  NOEN, Manuela Mayerhofer

In Kooperation mit dem Unternehmen Saatbau-Linz nimmt Hubert Schmied als erster Betrieb Österreichs eine Bio-Toast-Anlage in Betrieb, die ausschließlich mit reiner Bio-Energie versorgt wird.

Möglich ist das durch den Partner, der die getrockneten Sojabohnen von Bauern aus der Region nach Untergrafendorf liefert. Soja ist sehr eiweißreich und spielt eine bedeutende Rolle in der Tiernahrung.

Zusammenarbeit mit einem Linzer Betrieb

Die Sojabohnen werden auf etwa 120 Grad erhitzt und sind damit bekömmlicher für den Tiermagen. „Die Verbraucher und Handelskletten bevorzugen heimisches Eiweiß, weil man da sicher sein kann, dass man keine genmanipulierte Ware bekommt“, erklärt Landwirt und Unternehmer Hubert Schmied. Bisher wurde Soja hauptsächlich aus Übersee bezogen. Hergestellt werden soll auch Sojaöl, möglich ist die Nutzung zur Energiegewinnung vor Ort.

Angeschafft hat sich Schmied auch eine Pellets-Presse zur Pelletierung verschiedener Feldfrüchte wie etwa „Maiscops“ (ganze Maispflanzen), die als Futter für Pferde oder Wild verwendet werden können. Pellets aus Stroh und Heu dienen als Einstreu für Pferdeställe. „Durch das Erhitzen von Getreideausputz-Pellets sind die Unkrautsamen nicht keimfähig und können danach als organischer Dünger verwendet werden.

„Diese Flexibilität hat nur ein Kleinbetrieb. An Export ist nicht gedacht, die Produkte sollen in der Region bleiben“, betont Schmied. Investiert wurden in Soja-Röstanlage und Pelletspresse 800.000 Euro. „Das ist eine weitere Absicherung für die Arbeitsplätze, wir haben 24 Mitarbeiter, durch die Anschaffung der beiden Anlagen werden es ein bis zwei Arbeitsplätze mehr.“