St. Pölten

Erstellt am 20. Mai 2017, 05:50

von Nina Gamsjäger

Invasion des Einhorns. Gemütlich machen es sich die magischen Fabelwesen derzeit in den St. Pöltner Geschäften: Sie lächeln aus fast jedem Regal.

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„Sei du selbst. Außer du kannst ein Einhorn sein – dann sei ein Einhorn“, ein Satz, der aktuell das Internet beherrscht. Der Hype um das Fabeltier ist riesig.

Auch in der Innenstadt boomt der Verkauf des Fabelwesens in allen Variationen

 „Das Geschäft mit den Einhorn-Produkten geht extrem auf“, weiß Susanne Antauer von Hausmann. Von Karten und Plüschtieren bis hin zu Schultaschen, Koffern und Tassen sei alles in den Regalen zu finden. „Wir haben auch Partyhüte, -teller und Luftballons bestellt“, sieht Antauer Einhornpartys im Kommen.

Der Drogeriemarkt Müller ist ebenfalls voll mit Fabelwesen-Produkten, so Filialleiter Martin Weixlbraun: „Wir passen uns an und kaufen laufend ein. Die Nachfrage ist sehr groß.“ Neben den Klassikern findet man dort auch Zahnputzbecher, Bälle, Windräder und Spiele. Große Einkaufsketten starteten sogar den Verkauf von Einhorn-Klopapier, Schokolade, Joghurt und Duschbädern. In Deutschland ist eine Einhorn-Bratwurst am Markt, die aber natürlich nicht aus echtem Einhorn besteht.

Menschen tauchen gerne in Traumwelten ab

Psychologe Norman Schmid kennt die Fakten zum Trend: „Aktuell ist alles Magische für viele Menschen besonders ansprechend. Sie tauchen gerne in Traumwelten ein, in denen vieles möglich ist, was im Alltag nicht realisierbar ist.“ Mit Einhörnern werde etwas Zauberhaftes verbunden, eine Reinheit, eine Kraft und auch eine Unschuld, es ist somit positiv belegt und schützenswert.

Aber was passiert, wenn das Einhorn keiner mehr will? Tierheimleiter Davor Stojanovic ist jedenfalls gewappnet: „Einhorn wurde bei uns noch keines abgegeben, aber es ist bestimmt nur eine Frage der Zeit.“