Erstellt am 23. August 2016, 03:58

von Beate Steiner

Stille nach großen Tönen. Von drei angekündigten Bauvorhaben in der Linzer Straße sind zwei aus der Diskussion verschwunden, eines „im Werden“ – mit voraussichtlichem Baustart 2017.

So soll das Gebäude in der Linzer Straße 10-12 künftig ausschauen – mit Dachausbau und zusätzlichen Wohnungen.  |  noen, Aichberger Architektur

Es war das Jahr der starken Politikerauftritte: Im Vorwahljahr 2015 wurde aus so mancher Idee eine fantastische Ankündigung, garniert mit konkreten Zahlen. Prominentes Beispiel: die Revitalisierung des Hauses Linzer Straße 3-5, bekannt als „Altes Pressehaus“.

Eigentümerin Immofinanz wollte dort über 30 Wohneinheiten inklusive Kinderspielplatz und Tiefgarage errichten. Seit der Promotion im März 2015 herrscht Funkstille zum Innenstadt-Belebungsprojekt: „Wir prüfen die Optionen“, vermeldet die Eigentümerin, und Stadtplaner Jens de Buck bestätigt: „Von der Linzer Straße 3-5 habe ich schon lange nichts gehört.“

Hoffnungsfroher klingen die Meldungen über die Revitalisierung eines weiteren Schandflecks in der Altstadt: 3,2 Millionen Euro sollen das Haus Linzer Straße 10-12 zukunftsfit machen, mit Sanierung der bestehenden Wohnungen, Dachausbau und neuen Liften. „Hier laufen die klassischen vorbereitenden Maßnahmen“, erklärt Jens de Buck. „Das Projekt ist sozusagen ‚im Werden‘.“ Die Immobilien-Gesellschaft der Stadt klärt derzeit mit den Eigentümern Bürgerspitalfonds und Diözese ab, wie der Umbau umgesetzt werden kann, informiert Immo-Chef Martin Sadler: „Da gibt es noch einige organisatorische Dinge zu regeln, auch mit den Mietern.“ Baustart ist wahrscheinlich im nächsten Jahr.


 Am Linzer Tor ist noch keine Baustelle

 Jens de Buck ist übrigens oft mit „ruhenden“ Projekten konfrontiert: „Das ist für uns in der Stadtplanung ziemlich normal.“ Wenn Ankündigungen nach Plan realisiert würden, müsste das dritte Wunsch-Projekt in der Linzer Straße schon fertig sein: Vor fünf Jahren wurde das Büro- und Geschäftshaus LT1 am Linzer Tor geplant, im Frühjahr 2015 sollte Baustart sein. Jetzt zeichnet sich eine Lösung der verzögernden Probleme ab. „Wir führen Mitte September Gespräche mit einem Interessenten. Wenn die Entscheidung gefallen ist, brauchen wir nicht mehr zaudern und wären im Frühjahr startbereit“, erklärt Eigentümer Anton Hintermeier.