St. Pölten

Erstellt am 03. Januar 2018, 05:25

von Daniel Lohninger

Das wartet 2018 auf die St. Pöltner. Bewerbung als Kulturhauptstadt, neue Baustellen sowie Fertigstellung von Spital, Gym und Kindergärten prägen das neue Jahr.

Im ersten Halbjahr gehen Haus C und Haus G des UniversitätsklinikumsSt. Pölten in Betrieb. 2019 folgt der nächste Ausbauschritt.  |  NOEN, Prchal

Mit vielen großen Vorsätzen geht St. Pölten in das neue Jahr. Dafür hat der Gemeinderat ein Rekord-Budget veranschlagt: Mehr als 200 Millionen Euro gibt die Stadt aus – 22,4 Millionen Euro davon gehen in den Infrastrukturausbau. Aber auch im Wohnbau und bei Landesprojekten tut sich 2018 einiges. Die NÖN hat den Überblick:

Europäische Kulturhauptstadt

2018 wird ganz im Zeichen der Bewerbung um den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2024“ stehen. Ende des Jahres muss das Bewerbungskonzept fertig sein, 2019 wird sich dann entscheiden, ob St. Pölten den Zuschlag bekommt.

FH-Ausbau und neue Privatuniversität

47 Millionen Euro investiert die Stadt in die Errichtung eines Zubaus zur Fachhochschule. Mit den Arbeiten wird heuer begonnen, die Eröffnung ist im Wintersemester 2019/2020 geplant. Bereits im kommenden Wintersemester startet die Bertha-von-Suttner-Privatuniversität ihren Betrieb. Ab Herbst werden Studiengänge in Psychotherapie und Humanwissenschaften angeboten sowie ein Universitätslehrgang in
Psychotherapiewissenschaften für praktizierende Psychotherapeuten.

VAZ-Ausbau

Der in die Jahre gekommene Eingangsbereich des VAZ wird völlig neu gestaltet, mit einem neuen Restaurant aufgewertet und mit neuen WCs ausgestattet. Geplant ist auch ein Zubau zur Halle B, der mit seinen 14 Metern Höhe größere und technisch herausfordernde Produktionen ermöglichen soll. Los gehen wird es mit den Bauarbeiten nach dem Frequency im August.

Wohnbau

An die 6.000 Wohnungen sind derzeit in Planung und Umsetzung, mehr als 700 werden heuer fertig. Darunter ist auch die neue große Wohnanlage in der Maximilianstraße (185 Wohnungen), der erste Bauteil des Quartier Zentral auf dem ehemaligen Jägerbau-Areal (130 Wohnungen), der BSWG-Bau am Standort der ehemaligen NÖ Gebietskrankenkasse (112 Wohnungen) sowie das umgebaute ehemalige Kolpingheim zwischen Karl-Renner-Promenade und Schulring (77 Wohnungen). Auch die Stadt selbst investiert – fast fünf Millionen Euro sind für die Sanierung von Gemeindebauten unter anderem in der Kranzbichlerstraße budgetiert.

Straßenbau

Das größte Projekt wird im Süden in Angriff genommen: Die Zufahrt von der Mariazeller Straße in die Wolfenberger Straße mit der unfallträchtigen Eisenbahnkreuzung wird entschärft. Dafür sorgen soll eine neue Brücke, die um sechs Millionen Euro errichtet wird. Weiter saniert wird beispielsweise in der Josefstraße und der Herzogenburger Straße. Auch an der Stockinger Brücke soll gearbeitet werden. Ungewiss ist noch, wie es mit der Traisental-Schnellstraße S 34 weitergeht: Im Frühjahr soll der UVP-Bescheid da sein. Dann wird sich zeigen, ob der 2019 geplante Baubeginn tatsächlich hält.

Universitätsklinikum-Zubau

Nach fast fünfjähriger Bauzeit werden Haus G und Haus C des Universitätsklinikums St. Pölten noch im ersten Halbjahr in Vollbetrieb gehen. 205 Millionen Euro wurden alleine in das 27 Meter hohe Haus C investiert, das 300 Betten und zehn OP-Einheiten beherbergen wird. Untergebracht werden hier ein neues Notfallzentrum, die Unfallabteilung, die Chirurgie, die Herzchirurgie und die Neurochirurgie. Das Haus G wird der zentrale Eingang in das Universitätsklinikum sein und Haus C mit Haus B verbinden. 2019 folgt der vorerst letzte Ausbauschritt: Dann beginnt der Bau des 176 Millionen Euro teuren Haus D mit 360 Betten.

Neuer Alpenbahnhof geht in Betrieb

Auf dem Alpenbahnhof-Areal errichtet die NÖVOG einen Verwaltungstrakt, eine Remise, eine Lackierhalle sowie Werkstätten und eine zugehörige Werkstättenhalle. Die NÖ Landesverkehrsgesellschaft investiert 14,7 Millionen Euro in ihre neue Zentrale, die im Herbst bezugsfertig sein soll. Dann werden auch die drei in der Stadt verteilten NÖVOG-Büros dort zusammengezogen.

Neue Kindergärten und neues Gymnasium

Im Herbst geht der vorerst dreigruppige Kindergarten in der Karl-Pfeffer-Gasse in Betrieb. Er kann bei Bedarf auf bis zu acht Gruppen erweitert werden. Ein neuer viergruppiger Kindergarten soll im Frühjahr in der Eichendorffstraße errichtet werden. Auch er könnte auf acht Gruppen ausgebaut werden. Mit Beginn des neuen Kindergartenjahres wird es somit 84 Gruppen geben. Im Frühjahr wird ein anderes Bildungsgroßprojekt fertig: die 25 Millionen Euro teure Sanierung des Gymnasiums Josefstraße. Die etwa 1.000 Schüler, die derzeit in Containern unterrichtet werden, beziehen im April die neuen Klassenräume.