Erstellt am 06. Mai 2016, 15:34

von Nadja Straubinger

Jetzt reanimiert "Lucas2". Unterstützung bei Wiederbelebungen bekommen die dafür eingeschulten St. Georgener Samariter ab sofort von einem automatischen Thoraxkompressions-System.

 |  NOEN, zVg

Reanimationen sind nicht nur psychisch, sondern auch körperlich eine Herausforderung – aus diesem Grund hat der Samariterbund St. Georgen „Lucas2“ angeschafft. „Wir haben das Gerät gekauft, damit wir die Patientenversorgung noch besser gewährleisten können“, freut sich Dienststellenleiter Markus Wieninger. Mehr als 15.000 Euro haben die St. Georgener in das bisher nicht an vielen Dienststellen verfügbare Thoraxkompressions-System investiert.

Einfaches System für die Anwendung

Das System ist nach einer Einschulung einfach anzuwenden: Während ein Sanitäter die Herz-Druck-Massage durchführt, legt der zweite den „Lucas2“ an. Dieser übernimmt dann die Thoraxkompression und erfüllt dabei „eine 100-prozentige Reanimationsquote nach der Richtlinie“, zeigt sich Stefan Koloszar, Geschäftsführer von Koloszar-Medizintechnik, von dem Gerät begeistert.

„Die Anwendung des Systems dient auch der Sicherheit für das Rettungspersonal, wenn etwa eine Reanimation während der Autofahrt weitergeführt werden muss“, so Koloszar. Außerdem wird das Gerät nicht „müde“ und kann 45 Minuten lang mit gleicher Kompression reanimieren. Anwendbar ist Lucas2 bei Thoraxhöhen zwischen 13 und 33 Zentimeter. Und er ist ab sofort im Einsatz. „Bei entsprechenden Alarmierungen werden wir ihn mitnehmen“, erklärt Wieninger.

Präsentation am Tag der offenen Tür

Lucas2 und alle weiteren Geräte und Fahrzeuge können beim Tag der offenen Tür am Sonntag, 22. Mai, auf der Dienststelle in St. Georgen besichtigt werden. Beginn ist 9.30 Uhr mit der Fahrzeugsegnung.