Erstellt am 30. September 2015, 11:02

von Daniel Lohninger

Kein Blaulicht für die Flugretter mehr. Internationale Flugrettung Austria erhielt für das neue Fahrzeug keine Genehmigung. Grund ist laut Land ein VwGH-Urteil. ST. PÖLTEN / 

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Flugrettungs-Pionier Christian Steindl, der in St.Pölten den Stammsitz seiner Internationalen Flugrettung Austria (IFRA) hat, hat ein Problem: Er kaufte ein neues Einsatzauto, beantragte dafür ein Blaulicht – das Land lehnte den Antrag aber ab. Auf seinem alten Fahrzeug hatte Steindl allerdings sehr wohl ein Blaulicht.

"Wir fahren nicht zum Spaß auf den Flughafen"

„Wenn wir das Blaulicht brauchen, ist es dringend. Wir fahren ja nicht zum Spaß auf den Flughafen und holen dort unsere Patienten direkt vom Flugzeug ab“, wundert sich Steindl. Das Blaulicht würde auf dem Weg von St. Pölten nach Schwechat wertvolle Zeit bringen. Mit einem Beschwerdebrief wandte sich der streitbare Mediziner direkt an den Landeshauptmann und hofft doch noch auf Bewilligung.

„Es gibt bundesgesetzliche Vorgaben, an die sich das Land halten muss."

Die Chancen dafür dürften gering sein – zumindest, wenn Steindl die Organisationsform seines Unternehmens nicht ändert. Das erklärt das Büro des zuständigen Landeshauptmann-Stellvertreters Wolfgang Sobotka: „Es gibt bundesgesetzliche Vorgaben, an die sich das Land halten muss. Und denen zufolge gibt es für Unternehmen mit Strukturen, wie die IFRA sie hat, kein Blaulicht mehr.“

Das Land NÖ habe großen Respekt vor den Leistungen Steindls, sei aber an das vorjährige Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes gebunden. Und das habe eine strengere Handhabung der Blaulicht-Genehmigung zur Folge. Konsequenz daraus sei, dass eben die IFRA künftig nicht mehr mit Blaulicht unterwegs sein dürfe.