Erstellt am 16. Februar 2016, 11:29

von Nadja Straubinger

Kein Spitals-Chaos durch kranke Kinder. Bezirksärztevertreter betont: "Kinderärzte in kalter Jahreszeit sehr frequentiert." Uniklinik für Patientenansturm gerüstet.

Sechs Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin – drei mit Kassenverträgen – sind in St. Pölten ansässig. Goodluz / shutterstock.com  |  NOEN

Grippekranke Kinder mussten in Wiener Spitälern stundenlang auf ihre Behandlung warten. Die Reaktion der Wiener Ärztekammer: Sie regte an, dass in Fällen wie diesen die Kinderärzte ihre Ordinationen auch am Wochenende öffnen – und forderte obendrein eine Aufstockung der Kassenstellen.

Verstärktes Aufkommen am Wochenende

Eine ähnliche Situation wäre in St. Pölten grundsätzlich auch möglich. „In der Kinderambulanz gibt es am Wochenende generell ein verstärktes Aufkommen, da im niedergelassenen Bereich kein Kinderarzt verfügbar ist“, berichtet Uniklinik-Sprecher Thomas Wallner. Allerdings sei ein ähnlicher Ansturm auf die Ambulanz infolge der Influenza-Welle bislang nicht vorgekommen. Für einen kurzfristigen Anstieg des Patientenaufkommens sei man zudem bestens gerüstet, so Wallner.

Grundversorgung ist gesichert

Anders als in anderen Städten in Niederösterreich sind in St. Pölten alle Kinderarzt-Kassenstellen besetzt. Insgesamt gibt es sechs Kinderärzte, drei davon haben Kassenverträge. Zumindest die Grundversorgung sei damit gesichert, meint Bezirksärztevertreter Florian Fiedler. „Da es Wahlärzte gibt, ist der Bedarf wohl abgedeckt. Alle Kollegen sind vor allem in der kalten Jahreszeit sehr frequentiert“, so Fiedler.

Zur Diskussion rund um die Wochenend-Öffnung von Kinderarzt-Praxen verweist Fiedler darauf, dass diese Möglichkeit zwischen Ärztekammer und Krankenkassen ausgehandelt werden müsste.