Erstellt am 27. Januar 2016, 18:28

von Alex Erber

Keller-Einbrüche im Zentrum häufen sich. Lagerräume sind im Visier von unbekannten Tätern. Gestohlen wird praktisch alles, was nicht niet- und nagelfest ist.

Ein Polizeiauto der österreichischen Polizei. Fahrzeug der Polizei  |  NOEN, Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)

In den vergangenen Tagen und Wochen ist es zu einer "massiven Zunahme" von Einbruchsdiebstählen gekommen. Wie Stadtpolizeikommandant Franz Bäuchler berichtet, handelt es sich um einen speziellen Typ von Einbrüchen: „Kellerabteile in Wohnhausanlagen werden aufgebrochen und regelrecht geplündert.“

Im krassen Gegensatz zu früher ist bei den jüngsten Coups kein eindeutiges Beuteschema vorhanden. Es habe Zeiten gegeben, da seien hochwertige Fahrräder im Visier der unbekannten Täter gewesen: „Das hat sich nun geändert. Es wird praktisch alles mitgenommen, was nicht niet- und nagelfest ist. Klar sind darunter auch Fahrräder und Mountainbikes, aber die Palette der gestohlenen Güter reicht von der Angelausrüstung bis hin zu Skiern und Snowboards.“

Verdächtiges sollte gemeldet werden

Betroffen von der jüngsten Serie seien vor allem Wohnhausanlagen im Stadtzentrum: „Es gibt auch Einbruchsdiebstähle im Süden, im Norden eher wenige“, berichtet Bäuchler. Ihm geht es vor allem darum, dass verdächtige Wahrnehmungen sofort der Polizei gemeldet werden: „Man soll Fremde, die in der Anlage nicht bekannt sind, ruhig ansprechen und sie fragen, was sie hier zu suchen haben“, rät der Stadtpolizeikommandant. Im Zweifelsfall solle man lieber früher als später die Exekutive alarmieren.

Andererseits sei man gut beraten, die Kellerabteile zu sichern: „Das Mindeste ist, dass man sie versperrt. Aber auch im Keller selbst sollten hochwertige Geräte so befestigt werden, dass ein Abtransport nicht möglich ist. Wenn es schon gelingt, das Schloss zu knacken, sollte zumindest der Abtransport der Beute erschwert werden.“