Erstellt am 14. Juni 2016, 07:47

von Daniel Lohninger

Arbeiterstadt wird Smart City. Daniel Lohninger über Bewegung auf dem Glanzstoff- Areal.

 Jahrzehnte lang prägte die 1906 eröffnete Glanzstofffabrik die Stadt. Und das gleich in doppelter Hinsicht. Einerseits hatten hier bis zur Schließung vor siebeneinhalb Jahren hunderte Menschen einen Job, andererseits war der markante Geruch einem positiven Image der Stadt nicht gerade zuträglich.

Heute ist das alles Geschichte, die Industriebauten sind seit dem Vorjahr denkmalgeschützt und werden in einigen Jahren das Herzstück eines neuen Stadtteils sein. Die ersten Schritte auf diesem Weg sind bereits bewältigt. Die Umwidmung ist auf Schiene, mit der 2012 eingerichteten NDU-Fabrik wurde ein erstes Signal gesetzt. Das zweite Signal folgt jetzt mit der Einrichtung eines Co-Working-Space, der die Glanzstoff für Jung-Unternehmer zum Sprungbrett in eine erfolgreiche Selbstständigkeit machen will.

Hunderte Jobs wie in Glanzstoff-Zeiten werden daraus nicht so schnell werden. Aber die Entwicklung, die das ehemalige Industriegebiet nimmt, ist ein Spiegel des Wandels der Stadt, die von der wenig schmucken Arbeiterstadt zur kleinen, aber feinen Smart City wird.