Erstellt am 18. Mai 2016, 05:14

von Wolfgang Wallner

Auf den Spuren der Wölfe?. Wolfgang Wallner über neuen Elan bei den St. Pöltner Handballern.

Nach Wolfgang Filzwieser dockt der nächste verlorene Sohn bei den St. Pöltner Handballern. Markus „Max“ Wagesreiter ist nicht nur ehemaliger Teamspieler, sondern bringt auch Legionärserfahrung aus Deutschland mit und gilt als echte Identifikationsfigur. Auch wenn die Falken den Ball flach halten: Das ist der Stoff aus dem die Meisterträume sind.

Die Rückkehr von Lukas Thürauer nach drei Jahren bei der Admira war der Anfang vom Höhenflug bei den St. Pöltner Fußballern. Ein Husarenritt, der den SKN in die Bundesliga führen wird. Die Falken nehmen offenbar die Fährte der Wölfe auf. Und wie Thürauer ist‘s bei Wagesreiter die Verbundenheit zur Heimat, die den Ausschlag gegeben hat. Auch Wagesreiter will in St. Pölten Wurzeln schlagen, ist gerade beim Haus bauen. Für Spieler wie ihn ist St. Pölten nicht bloß eine Station auf der Karriereleiter, sondern eine Herzensangelegenheit. Genau solche Typen braucht‘s, um durchzustarten — und ganz leise von der HLA zu träumen. Zumindest Wagesreiter träumt davon, in den zwei Jahren zum Ausklang der Karriere noch einmal Meister zu werden.

Dass die Falken sich dabei finanziell nicht aus dem Fenster lehnen, ist grundvernünftig. Denn erkaufter Erfolg hat immer ein Ablaufdatum.