Erstellt am 16. Mai 2017, 05:57

von Daniel Lohninger

Benachteiligung ist Geschichte. Daniel Lohninger über den neuen Deal zwischen Stadt und Land.

„Man muss auch dem Pferd, das den Karren zieht, etwas zu fressen geben.“ So beschrieb EU-Kommissar Johannes Hahn beim Antrittsbesuch von Johanna Mikl-Leitner in Brüssel die Notwendigkeit, bei Förderungen nicht auf starke Regionen wie St. Pölten zu vergessen.

Nur einen Tag später stellte Mikl-Leitner mit Bürgermeister Matthias Stadler den St. Pölten-Pakt vor, der genau diese Intention hat und die Beziehung zwischen Stadt und Land neu regelt. Der Pakt setzt endlich einen Schlussstrich unter die Benachteiligung St. Pöltens bei Wirtschaftsförderungen und Bedarfszuweisungen. Er bringt Landesgeld für VAZ, Domplatz und Citysplash und spült so mehr als zehn Millionen Euro ins Stadtsäckel. Dass auf der anderen Seite die Stadt künftig beim Landestheater mitzahlt und damit mitentscheidet, ist auch im Sinne der St. Pöltner.

Die Vereinbarung von Stadler und Mikl-Leitner hat das Prädikat historisch verdient. Und sie zeigt bundespolitischen Dauer-Turbulenzen zum Trotz, dass Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg zum Wohle der Bevölkerung funktionieren kann.