Erstellt am 21. September 2015, 07:45

von Mario Kern

Das große Herz der St. Pöltner. Mario Kern über Menschlichkeit, die im Kleinen funktioniert.

 An der aktuellen Flüchtlingswelle scheiden sich in Europa nicht nur die Geister, sondern ganze Länder: Während manche Staaten nach ihren Möglichkeiten humanitäre Hilfe anbieten, verweigern sich andere zur Gänze. 

Wie beruhigend, dass Menschlichkeit wenigstens im Kleinen „funktioniert“: Auf das Eintreffen der Flüchtlingswelle in Österreich hat die Stadt vorbildlich reagiert und zwei Hallen des Wirtschaftshofes räumen lassen. Erwin Sulzers Team, Arbeitersamariterbund, Rotes Kreuz und Caritas haben sich rund um die Uhr um bislang hunderte Flüchtlinge gekümmert – viele davon Familien mit kleinen Kindern, deren Schicksal den Rettern und Helfern sehr
nahe geht.

Und genau das ist der Unterschied: Trockene Berichte über statistisches „Material“, das Staaten hin und her schieben, lassen nicht die menschlichen Tragödien hinter der Flüchtlingssituation erkennen. Im persönlichen Umgang aber siegt die Menschlichkeit: Das haben auch hunderte St. Pöltner erkannt, die freiwillig ihre Dienste anbieten und Kleidung, Hygiene-Artikel und Spielzeuge zum Wirtschaftshof bringen. Bravo!