Erstellt am 31. Mai 2016, 05:04

von Wolfgang Wallner

Der „Fluch“ des Erfolges. Wolfgang Wallner über den Neubeginn bei den Juniors.

Besser als die Talentschuppen von Rapid und der Admira, momentan auf Platz eins unter den Amateurteams der Regionalliga Ost: Die Juniors des SKN St. Pölten haben zweifellos eine starke Saison gespielt. Dennoch – oder vielleicht gerade deswegen – wird im Sommer kein Stein auf dem anderen bleiben.

St. Pöltens Profis haben mit dem Meistertitel in der Ersten Liga eine Aufbruchstimmung erzeugt, die in der Landeshauptstadt vor wenigen Monaten keiner für möglich gehalten hätte. Dass in ihrem Windschatten die „zweite Garnitur“ phasenweise Erstklassiges gezeigt hat, geht da beinahe unter.

Und eben jener Höhenflug der Profis war letzten Endes der „Fluch“ der Juniors. Weil‘s oben blendend lief, hatte Trainer Karl Daxbacher wenig Grund zum Rochieren. Einzig Danijel Petrovic hat den Sprung nach oben geschafft, Peter Brandl hat sich über die Juniors Spielpraxis geholt. Und wurde das „Kampfbiene“ noch zum Trumpf im Meisterschaftsfinale.

Für alle anderen – ob Markoutz, Yilmaz oder Schibany – ist in diesem Jahr die Kluft nach oben größer geworden. Und die Perspektive auf eine Profikarriere beim SKN geschrumpft. Dass es nun Konsequenzen geben wird – von Spieler- wie auch Vereinsseite – liegt in der Natur der Sache. Ein Totalumbau scheint unvermeidlich.