Erstellt am 28. September 2015, 09:09

von Daniel Lohninger

Die Westachse wird gestärkt. Daniel Lohninger über die Folgen des größeren Land-Bezirkes für die Stadt.

Jetzt ist die Neuordnung des Bezirkes St. Pölten-Land also unter Dach und Fach. Alle sechs Gemeinden des Purkersdorfer Gerichtsbezirkes kommen dazu, die Stadt St. Pölten ist damit Sitz eines Bezirkes, der ab 2017 an Wien direkt angrenzen wird. Stadt und Bezirk St. Pölten kratzen dann an der 200.000-Einwohner-Grenze.

Was bringt das der Stadt und ihren Bürgern? Kurzfristig wohl nicht viel. Langfristig aber doch einiges. Praktisch von Nutzen wird vor allem sein, dass die Westachse von Wien bis zur Stadtgrenze – also Westbahnstrecke und Westautobahn – nur mehr einem Bezirk und einem Wahlkreis zugeordnet ist. Das bringt beispielsweise bei Fahrplan-Diskussionen oder der Entwicklung von Verkehrsstrategien eine einfachere Koordination gemeinsamer Interessen. Auch bei anderen Themen wird diese neue politische Westachse, entlang derer jeder achte Niederösterreicher lebt, mehr Gewicht für St. Pöltner Standpunkte bringen.

Es ändert sich also durch die WU-Auflösung deutlich mehr, als dass künftig ein paar Tausend
Autos mehr mit PL-Kennzeichen unterwegs sein werden.