Erstellt am 11. April 2017, 05:48

von Daniel Lohninger

Es geht nicht um 42 Sekunden. Daniel Lohninger über die neue 100er-Debatte für die A1.

Nach mehreren Massenkarambolagen auf der Stadtstrecke der Westautobahn war es nur eine Frage der Zeit, bis die Diskussion um die 100er-Beschränkung erneut aufflammt. Dafür sorgt jetzt der Verkehrsclub Österreich (VCÖ), der eine Senkung der Höchstgeschwindigkeit auf dem etwa fünf Kilometer langen Teilstück zwischen dem Knoten St. Pölten und St. Pölten-Süd fordert. Nur das könnte Unfallhäufigkeit und Belastung der Anrainer durch Lärm und Schadstoffe senken.

Im Rathaus greift man die VCÖ-Empfehlung gerne auf und wagt einen neuen Anlauf für den 100er. 2015 waren die Bemühungen trotz weitgehendem politischen Konsens im Gemeinderat noch gescheitert. Ob der neue Versuch erfolgreicher wird, hängt davon ab, ob die Stadt neben Umwelt-Effekten eine Verbesserung der Verkehrssicherheit argumentieren kann. Kein Argument gegen den 100er ist, dass er die Autofahrer bremst: 42 Sekunden sind es pro Fahrt. Staut es sich nach einem Unfall, kostet das viel mehr Zeit. Und das nicht nur auf der Autobahn, sondern auch im innerstädtischen Verkehr.