Erstellt am 22. März 2016, 05:55

von Daniel Lohninger

Fakten bilden Gefühl nicht ab. Daniel Lohninger über den Rückgang bei angezeigten Straftaten.

St. Pölten ist sicherer geworden. Um 6,4 Prozent weniger angezeigte Straftaten weist die Statistik der Polizei aus. Ist die mitunter hysterisch geführte Sicherheitsdiskussion in der Stadt also nur eine geschürte oder gilt auch in St. Pölten der Spruch, dass man nur einer Statistik trauen sollte, die man selbst gefälscht hat?

Unbestritten ist, dass St. Pölten eine sehr sichere Stadt ist – eine Stadt, in der selbst ein Handtaschen-Diebstahl noch für Aufsehen sorgt. Unbestritten ist aber auch, dass sich viele St. Pöltner nicht mehr sicher fühlen. Das liegt an der Stimmungsmache mancher Gruppen. Das liegt an der sicherheitspolitischen Großwetterlage mit Kriegen, Flüchtlingen und Terror. Das liegt daran, dass das Leben rund um den Bahnhof heute ein anderes ist als vor zehn Jahren. Und das liegt auch an „uns“ Medien, die auf der Suche nach spektakulären Neuigkeiten manchmal übertreiben.

Unterm Strich wird das Sicherheitsgefühl der St. Pöltner nur durch ehrliche Kommunikation und mehr Polizeipräsenz tatsächlich so gut werden wie es die Statistik bereits ist.