Erstellt am 19. April 2017, 05:26

von Daniel Lohninger

GZU ist für alle ein Meilenstein. Daniel Lohninger über die Auswirkungen der Güterzugumfahrung.

Wir St. Pöltner sind es gewohnt, dass Millionen Euro teure Infrastrukturprojekte in und um die Stadt gebaut werden. Mit investierten 731 Millionen Euro und 18 Jahren Bauzeit ist die Güterzugumfahrung dennoch ein herausragendes Projekt für die Geschichtsbücher. Anfangs umstritten und durch einen achtjährigen Baustopp gebremst, finden auf der 25 Kilometer langen Strecke in den nächsten Tagen die ersten Testfahrten statt.

Die Aufnahme des regulären Betriebes im Dezember bringt für Anrainer, aber auch für Bahnfahrer große Veränderungen. Güterzüge auf diesem Teil des Transeuropäischen Netzes fahren dann nicht mehr über die Stadtstrecke und den Hauptbahnhof. Das bringt einerseits weniger Lärmbelästigung im Stadtzentrum, andererseits schafft es mehr Spielraum für Personenzüge. Denn die Stadtstrecke ist das letzte Nadelöhr auf der neuen vierspurigen Westbahnstrecke. Ist das vom Güterverkehr befreit, gibt es wieder Möglichkeiten für die in den Stoßzeiten dringend notwendige Verdichtung des Personenverkehrs von St. Pölten nach Wien und Linz.