Erstellt am 05. Dezember 2017, 04:25

von Daniel Lohninger

KiK und der Christkindlmarkt. Daniel Lohninger über das Diskonter-Standl auf dem Rathausplatz.

Hat ein Textildiskonter wie KiK auf einem Christkindlmarkt etwas verloren? Diese Frage sorgt in den Internet-Foren für hitzige, teils niveaulose Diskussionen. Den Anlass dafür liefert der Stand am St. Pöltner Christkindlmarkt, auf dem KiK mit winterlichen Billig-Textilien um Kunden buhlt. Im Kern dreht sich die Kritik um die Frage, ob sich das Trash-Image einer Billig-Marke mit dem Anspruch vorweihnachtlicher Besinnung verträgt oder nicht.

Auf den ersten Blick ist die Antwort eindeutig: Nicht so gut – auch, wenn der KiK-Stand geschmackvoll gestaltet ist und ein Teil des Erlöses gespendet wird. Billig-Textilien, die unter grenzwertigen Bedingungen hergestellt werden, passen nicht zur besinnlichen Zeit. Schaut man genauer hin, stellt sich aber eine Grundsatzfrage: Hat das, was sich heute auf Christkindlmärkten abspielt, überhaupt noch viel mit Weihnachten zu tun? Vielleicht hilft die Diskussion um den KiK-Stand, dass die Stadt als Veranstalter das Profil des Christkindlmarktes schärft und künftig noch mehr Augenmerk auf Stimmung und Atmosphäre legt.