Erstellt am 12. Januar 2016, 05:03

von Daniel Lohninger

Kleine dürfen nicht draufzahlen. Daniel Lohninger über Folgen der Registrier- kassenpflicht.

Hoffentlich haben Sie vor dem Konzertbesuch im Festspielhaus nicht darauf vergessen, Ihr Achterl – das Sie in der Pause trinken wollen –  zu bestellen und den Kassen-Bon sicher zu verwahren. Haben Sie das nicht getan, heißt es in der Pause warten: Schließlich muss zu jedem Achterl jetzt auch ein Bon ausgedruckt werden.


Die Konsequenzen der Registrierkassenpflicht sorgen derzeit auch in St. Pölten bestenfalls für Kopfschütteln, bei Unternehmern für Empörung. Wenn sich jetzt schon der letzte Fleischhauer der Innenstadt Karl Lind mit dem Gedanken trägt, das Geschäft zu schließen, dann weiß man: Bei vielen kleinen Unternehmern in der Stadt ist Feuer am Dach.

Dieses Feuer zu löschen, wird jetzt nicht nur die Aufgabe der Wirtschaftskammer, sondern auch der Finanzbehörden sein. In einer Stadt wie St. Pölten, in die viele Handelsriesen drängen, ist es wesentlich, dass auch die kleinen Unternehmen eine gesicherte Zukunft haben. Die haben sie aber nur, wenn sie das Gefühl haben, dass es sich lohnt, hier persönliche Energie und Geld zu investieren.