Erstellt am 05. Juli 2016, 05:27

von Daniel Lohninger

Bald wohnen statt kicken. Daniel Lohninger über das Ende des Voith-Platzes.

Ein Stück St. Pöltner Geschichte ist seit einigen Tagen endgültig Vergangenheit: Auf dem 1951 eröffneten Voith-Platz wird nie wieder gekickt, bald auch nicht mehr Tennis gespielt und auf Bundesliga-Niveau gekegelt.

Das Ende des traditionsreichen Platzes ist eine logische Folge des Niedergangs des einstigen Vorzeigebetriebes Voith – beides für traditionsbewusste St. Pöltner eine schmerzhafte Entwicklung. Lässt man die sentimentalen Gefühle beiseite, gibt es gute Gründe, warum die Nachnutzung des Areals für ein Wohnprojekt die beste Lösung ist. Vor allem die Lage mitten in einem bestehenden Siedlungsgebiet in Zentrumsnähe macht das 3,5 Hektar große Areal zu einem wichtigen Entwicklungsgebiet der Stadt. Kein Wunder, dass es mehrere Bauträger gibt, die hier das Konzept mit einem Mix aus Grünraum, Erlebnisbereichen und 200 Wohnungen umsetzen wollen.

Für alteingesessene St. Pöltner mag das Ende des Voith-Platzes dennoch einen bitteren Beigeschmack haben. Aber geht die Rennbahn, die 1990 dem Regierungsviertel weichen musste, noch jemandem ab?