St. Pölten

Erstellt am 13. Februar 2018, 05:36

von Thomas Werth

Flexibilität bringt auch Nachteile. Thomas Werth über Auswirkungen neuer Arbeitsmodelle auf St. Pölten.

Immer mehr Menschen leben im Bezirk. In den vergangenen 15 Jahren ist deren Zahl um über 12.000 gestiegen. Der Nähe zu Wien oder St. Pölten sei Dank. Über eine gute Anbindung an die wichtigen Job-Standorte verfügen aber längst nicht alle Gemeinden im Bezirk. Vor allem im Oberen Pielachtal, etwa in Frankenfels, lässt sich dieser Nachteil in der Bevölkerungsstatistik ablesen.

Gerade für solche Gemeinden bietet Tele-Arbeit, wie sie in den nächsten paar Jahren für etwa einem Fünftel der rund 2.700 Beschäftigten im Landhaus Realität werden kann, eine große Chance. Sie müssen nicht mehr täglich nach St. Pölten fahren. Dies kann der Konzentration der Arbeitsplätze in Städten entgegenwirken und damit auch den Pendlerverkehr verringern. Arbeitnehmer sparen damit nicht nur Zeit, sondern auch Geld.

Für St. Pölten kann diese Entwicklung aber zur Gefahr werden. Denn sollten zu viele Unternehmen und Institutionen dem Beispiel des Landes folgen, dann drohen trotz bestens ausgebauter Infrastruktur auch in der Stadt menschenleere Ecken.