Erstellt am 11. Oktober 2016, 05:06

von Daniel Lohninger

Pläne müssen auf den Tisch. Daniel Lohninger über den vorläufigen Sieg der Stadt im GÜPL-Rechtsstreit.

Die Stadt St. Pölten darf also doch landwirtschaftlichen Grund besitzen. Das hat das Landesverwaltungsgericht entschieden und damit der Landeshauptstadt einen Sieg im Rechtsstreit um den ehemaligen Garnisonsübungsplatz in Völtendorf beschert. Ob dieser Sieg von Dauer ist oder die 24 unterlegenen Bauern den juristischen Kampf weiter ausfechten, ist noch unklar.

Klar ist allerdings, dass die Stadt jetzt Farbe bekennen muss. Die 140 Hektar sollen zum Naherholungsgebiet für die St. Pöltner aufgewertet werden, rechtfertigt Bürgermeister Matthias Stadler, warum die Stadt das Areal kaufen will. Was das konkret heißen soll und inwiefern dieser Anspruch mit dem Verlauf der S 34 vereinbar ist, weiß bislang kaum jemand.

2,54 Millionen Euro sind viel Steuergeld. Es ist Zeit, dass die Stadtführung jetzt konkreter wird und Pläne für das Areal am Stadtrand präsentiert. Tut sie das nicht, befeuert sie nur jene Gerüchte, denen zufolge die Stadt nur ein Interesse hat – nämlich landwirtschaftliche Tauschgrundstücke für die
S 34 günstig zu erwerben.