Erstellt am 07. Juni 2016, 05:20

von Daniel Lohninger

Linzer schauen nach St. Pölten. Daniel Lohninger über mehr Mut zu schrägen Ideen.

Linz will St. Pölten werden. Das ist eine Nachricht, die man in der Traisen-Metropole nicht gewohnt ist. Den Grund dafür liefert das geplante "Haus der Zukunft" in der Hessstraße. Hier werden Planetarium, Sternwarte und Science-Center ab 2018 vereint. Prominenter Partner ist der gebürtige Linzer, ehemalige Science-Buster und Leiter des Wiener Planetariums Werner Gruber. Da in Linz gerade diskutiert wird, wie man den Planeten-Forscher Johannes Kepler stärker im Bewusstsein der Stadt verankern könnte, kam die St. Pöltner Idee durchaus gelegen – inklusive Gondeln, die durch die Stadt schweben sollen. Auch diese Vision gab es in der Traisen-Metropole schon.

Vielleicht macht der Linzer Blick in die Sterne auch den St. Pöltnern wieder Mut, die Seilbahn-Idee wiederzubeleben. Denn egal, ob deren Umsetzung realistisch ist oder nicht: Eine Stadt braucht schräge Ideen – in St. Pölten könnte es davon sogar noch die eine oder andere mehr geben. Denn wie das „Haus der Zukunft“ zeigt, können manche von ihnen irgendwann einmal tatsächlich umgesetzt werden.