Erstellt am 01. März 2016, 05:14

von Daniel Lohninger

Öffi-Angebot wird genutzt. Daniel Lohninger über die Trends im St. Pöltner Stadtverkehr.

Im Vergleich zu anderen Niederösterreichern sind die St. Pöltner viel mit Öffis, zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs. Im Vergleich zu anderen Hauptstädten sieht das Bild anders aus: Nur in Eisenstadt und Klagenfurt ist das Auto als Fortbewegungsmittel ähnlich wichtig.

Die Erklärung ist einfach: Einziges echtes innerstädtisches Öffi-Angebot ist das Lup-Bussystem – und das ist erst acht Jahre alt. Gewohnheiten ändern sich bekanntlich nur langsam und so ist für tausende St. Pöltner und Einpendler das Auto im Stadtverkehr derzeit das Fortbewegungsmittel Nummer eins. Parkplatznot und Staus zu den Stoßzeiten an den Stadt-Einfahrten sind die Folge.

Die Antworten sind der weitere Ausbau des Lup-Angebotes, die Etablierung eines S-Bahn-Systems sowie die Verdichtung des Bus- und Zug-Angebotes ins Umland. Die Weichen sind teilweise bereits gestellt. Dass ein besseres Öffi-Angebot auch angenommen wird, zeigt der Blick auf eine andere Statistik: Fast jeder zweite Pendler fährt von St. Pölten nach Wien mit der Bahn – vor sechs Jahren war es nur jeder dritte.