Erstellt am 17. April 2016, 21:10

von Daniel Lohninger

Opposition biss sich an Stadler die Zähne aus. Daniel Lohninger über das Ergebnis der Gemeinderatswahl 2016.

St. Pölten hat gewählt und hat Matthias Stadler noch klarer als vor fünf Jahren das Vertrauen ausgesprochen. Der 50-Jährige bleibt der einzige Landeshauptstadt-Bürgermeister Österreichs, der mit einer absoluten SP-Mehrheit regieren kann – er erreichte sogar das verwegene Ziel, diese absolute Mehrheit auszubauen.

Die Ursachen für diesen Erfolg sind leicht gefunden: Stadler ist beliebt, wirkt authentisch, hat politisch kaum Fehler gemacht und die Stadt entwickelt sich für alle erkennbar in die richtige Richtung. Dieser Meinung sind selbst die Wähler sämtlicher Oppositionsparteien, wie die NÖN-Umfrage bereits vor der Wahl zeigte.

Die SP-Wahlkampfstrategie setzte auf diese Stärken, die Opposition hatte dem nicht wirklich etwas entgegenzusetzen. Die VP wurde vom Wähler für ihren kantigen Wahlkampf ebenso abgestraft wie die Grünen für ihr Wahlengagement, das wohl nur sie selbst verstanden haben.

Und die FP? Sie erreichte zwar das historisch beste Ergebnis, blieb mit 14,7 Prozent aber deutlich unter dem Potenzial, das es in der derzeitigen Großwetterlage für die Freiheitlichen geben dürfte. St. Pölten bleibt also anders.