Erstellt am 14. September 2015, 07:12

von Wolfgang Wallner

Retten, was zu retten ist. Wolfgang Wallner über die Kämpfer aus Ober-Grafendorf.

Klamme Kassen, Spieler auf der "Flucht", ein Machtwechsel in der Führungsriege: All das ist nur das traurige Tüpferl auf dem I in Ober-Grafendorf. Als ob die sportliche Lage nicht schon ernst genug wäre. Nach sechs Runden null Punkten und 23 Gegentoren ist's an der Zeit, die Weichen zu stellen. Für einen Neuanfang – ob in der 2. Landesliga oder "tiefer".

Dass sich in dieser verfahrenen Situation ein neues Team findet, das den ATSV übernehmen könnte, ist bewunderswert. Auf Huber, Bäuchler & Co. wartet viel Arbeit. Es geht darum zu retten, was zu retten ist.

Denn an einem zweiten Fall Götzendorf – der damalige Landesligist zog sich 2013/14 in der „Halbzeit“ der Meisterschaft zurück – hat niemand Interesse. „Das wäre eine Katastrophe“, sagt NÖFV-Präsident Ludwig Binder.

Eine Katastrophe mit Ansage. Denn das Theater in Ober-Grafendorf hat Methode, zieht sich seit Jahren durch. Spätestens im Sommer hätte man die Notbremse ziehen müssen.

Schon beim Durchmarsch nach oben sind Fehler passiert, aus denen beim ATSV offenbar niemand gelernt hat. Und die muss der Verein heute ausbaden.