Erstellt am 09. Januar 2018, 02:13

von Wolfgang Wallner

Am falschen Ende gespart. Wolfgang Wallner über St. Pöltens Weg mit den Talenten.

Der Übergang vom (hochklassigen) Nachwuchsbereich in den Profifußball ist eine kritische Phase. Klubs, die keine eigene Akademie haben, müssen diesen Wettbewerbsnachteil kompensieren. Der SKN St. Pölten kämpft mit just diesen Problemen. Freilich nicht ganz schuldlos...

Dass es nach der Neugründung des Vereins, schweren Jahren im Unterhaus und dem Stadionprojekt andere Sorgen gegeben hat, ist verständlich. Dass die Akademie auch unter der Ägide des NÖ-Verbandes gut läuft, steht außer Frage. Doch als Bundesligist sollte für den SKN das Thema Akademie weit oben auf der Agenda stehen. Sich das Investment in eine eigene Talenteschmiede zu sparen und zu jammern, dass die Top-Hoffnungen anderswo landen, ist zu wenig. Ex-Sportmanager Christoph Brunnauer legt zu Recht den Finger in dieser Wunder.

Man muss den St. Pöltnern zugute halten, dass die Kommunikation mit der Akademie besser läuft als noch vor einigen Jahren. Dass bei den Juniors nun eine klare Linie herrscht. Aber wenn bei den Zugängen vorwiegend auf Youngsters, oftmals via Leihe gesetzt wird, ist das nun mal auch ein Statement. Nicht deutlich ausgesprochen – doch die eigenen Jungs werden gut zuhören. Und ihre Schlüsse ziehen...