Erstellt am 28. Dezember 2017, 02:57

von Wolfgang Wallner

Da capo für das „alte Lied“. Wolfgang Wallner über die ersten SKN-Transfers.

Konsequent sind sie ja die St. Pöltner: Auch die sportlichen Misstöne im verkorksten Herbst scheinen nicht dazu angetan, einen Rhytmuswechsel vorzunehmen. Die ersten Noten auf der Transferpartitur lassen das alte Lied anklingen: Jung und entwicklungsfähig sollen die St. Pöltner Ensemblemitglieder sein. Mit dem Unterschied, dass am Ende eine harmonische Fußballsinfonie erklingt.

Zweifel sind angebracht. Natürlich: Philipp Malicsek und David Atanga sind hochveranlagte Spieler, die eine gewisse Qualität mitbringen. Gemeinsam haben sie neben dem Talent, dass sie (fast) ohne Spielpraxis zum SKN stoßen. Und dass ein 20-Jähriger bei einem Klub, wo bislang wenig gelaufen ist, kaum auf Anhieb in die Primgeiger-Rolle schlüpfen kann.

Atanga sollte über rechts für Schwung sorgen können. Wenngleich dort mit David Stec und Lederers Last-Minute-Transfer Eldis Bajrami nicht unbedingt die größte Baustelle klafft. Und Malicsek? Wird sich mit Rasner um die Sechserposition matchen müssen oder eine Reihe weiter vorne Hofbauer & Co. unter Druck setzen.

Das klingt vorderhand nach noch mehr Breite im Kader. Daran herrscht am wenigsten Mangel bei den Wölfen. In der Spitze hapert‘s. Was im Winter schwer zu korrigieren ist …