Erstellt am 21. März 2017, 05:31

von Wolfgang Wallner

Im Kopf noch nicht so weit. Wolfgang Wallner über St. Pöltens Problemzone.

Nach wie vor spuckt die Rückrundentabelle den SKN St. Pölten auf Platz vier aus. Nur Titelfavorit Salzburg hat in der zweiten Meisterschaftshälfte mehr Punkte geholt als die Wölfe. Also sollte alles in Butter sein? Von wegen. Nach dem Auftritt in Wolfsberg ist wieder „Katzenjammer“ angesagt.

Den Big Points hätte man mit einem Erfolgserlebnis in Kärnten die „halbe Miete“ in Sachen Klassenerhalt folgen lassen können. Zu spüren war davon nichts. Wie schon in Mattersburg scheiterten die St. Pöltner. An sich selbst. An Mut- und Konzeptlosigkeit. Reine Kopfsache.

Klar: Über die Umstellungen, die Trainer Jochen Fallmann vorgenommen hat, lässt sich diskutieren. Mit dem leblosen Auftritt hat die Systemfrage aber nichts zu tun. Die Qualität, um einen WAC mit neun Ausfällen (!) zu schlagen, hat der SKN allemal. Auf den Platz bringt man sie aber zu selten. Ob Fünfer-, Vierer- oder Dreierkette: Entscheidend sind die „Typen“ am Platz, ihr Zusammenhalt als Team.

Den richtigen Mix hat Fallmann hier noch nicht gefunden. Der SKN ist im Kopf noch nicht so weit, um konstant seine Leistung abzurufen. Als Team wie auch individuell. Dieser Entwicklungsschritt wird folgen müssen. Denn gerade auf die Kellerduelle kommt‘s an.