Erstellt am 04. April 2017, 04:16

von Wolfgang Wallner

Leider stur in der Spur. Wolfgang Wallner über die Anpfiffzeiten im Fußballunterhaus

High-Noon als Fußballtermin? Sicherlich ungewöhnlich. Wenn‘s damit aber gelingt, dem übermächtigen Kracher zwischen St. Pölten und Rapid auszuweichen, aber die goldrichtige Entscheidung. Darum wichen die Spratzerner auf 13 Uhr als Beginnzeit aus, sind damit gut gefahren.

Eine ansehnliche Zuschauerkulisse war der Lohn für die Spratzerner – wie auch für St. Pöltens Fußballfrauen, die ebenso die Beginnzeit ihrer Begegnung mit dem USC Landhaus nach vorne verlegt haben. Reagiert hat Gebietsligist Ratzersdorf: Statt am angestammten Samstagstermin wurde am Sonntag gekickt.

Den SKN-Fans unter dem eigenen Publikum wird‘s nur Recht gewesen sein. Flexibilität macht sich aber nicht nur im Goodwill der Zuschauer bemerkbar, sondern auch in der Kassa. Denn echte Fans werden tendenziell nicht mehr, sondern weniger. Umso besser wären die Klubs beraten, sich nicht gegenseitig zu „kannibalisieren“ – ligaintern und auch ligenübergreifend.

Die Regel ist der „Seitenblick“ zur Konkurrenz aber leider nicht. Viel zu oft verharren die Klubs stur auf der Spur. Und schneiden sich damit selbst ins eigene Fleisch.