Erstellt am 07. November 2017, 02:46

von Wolfgang Wallner

Nicht alle sind die Gewinner. Wolfgang Wallner über den TV-Deal der Bundesliga.

Bald rollt nicht mehr der Rubel, sondern der Euro. 40 Prozent mehr bringt der neue TV-Vertrag voraussichtlich ein. Mit dem Wermutstropfen, dass die heimische Bundesliga exklusiv beim Bezahlsender „Sky“ gespielt wird. Der Deal klingt gut. Ob er wirklich ein Gewinn für den Fußball ist, darf bezweifelt werden.

Zum einen muss ja künftig unter zwölf Klubs geteilt werden, für die Zweitligisten heißt‘s trotz Geldfluss ohnehin den Gürtel enger schnallen. Bleibt der SKN St. Pölten in Liga eins, wird er erst einmal vom neuen Geldsegen profitieren. Allerdings weit weniger als die Topklubs, da ja Zuschauerschnitt und Tabellenplatz den Sockelbetrag gehörig „auffetten“ können. Womit mal wieder die Schere zwischen den Großen und den Kleinen weiter aufgeht. Innerhalb der Bundesliga, aber noch mehr im Verhältnis zur zweiten Liga.

Ob Österreichs höchste Spielklasse dann so unwiderstehlich vermarktet werden kann, dass alle Sponsoren – trotz geringerer TV-Reichweite – bei der Stange bleiben, ist eine weitere Unbekannte in der Fußballgleichung. Und damit die Rechnung aufgeht, müssen auch die Abozahlen bei „Sky“ gehörig wachsen.

Sonst haben sich einige angesichts der verlockenden Zahlen gehörig verkalkuliert...