Erstellt am 05. Juli 2016, 05:43

von Claus Stumpfer

Schmirl löst als Erster das Ticket. Claus Stumpfer über das große Nervenflattern der Kandidaten für Olympia.

Lange Zeit hatte es danach ausgesehen, als würden heuer gleich drei Athleten aus dem St. Pöltner Bezirk bei den Olympischen Spielen an den Start gehen. Doch zuletzt wurde das Zittern bei den Kandidaten immer größer. Als Erster platzte für den St. Christophener Bogenschützen Andreas Gstöttner der Traum. Im Frühjahr konnte er bei den Weltcups sowie der EM nicht ganz an die Topleistungen aus dem Herbst anschließen — Quali verpasst!

Auch Österreichs Lichtblick bei den Olympischen Spielen in London, die von Maria Anzbach abstammende Hürdensprinterin Beate Schrott, kam im Frühjahr nicht in die Gänge, ist die Bestätigung des Limits, das sie im Herbst erbracht hatte, schuldig geblieben. Bei der EM in Amsterdam besteht die letzte Gelegenheit. Der Druck ist nun groß!

Einer, der sich keine Sorgen mehr machen muss, ist seit Freitag der Rabensteiner Sportschütze Alex Schmirl. Obwohl auch er im Frühjahr etwas Nerven zeigte, wurde er vom Schützenverband nominiert. Schließlich war es Schmirl, der den ersten von vier Quotenplätze im Herbst für Rio geholt hatte. Jetzt gilt es, ruhig zu bleiben, und bei den Spielen ohne selbst auferlegten Druck abzudrücken — dann ist für Schmirl auch der Finaleinzug in Rio möglich. Da er bei drei Bewerben antritt, hat er gleich dreimal die Chance dazu!