Erstellt am 05. Dezember 2017, 01:53

von Wolfgang Wallner

Schwalbe macht keinen Sommer. Wolfgang Wallner über den Handlungsbedarf in St. Pölten.

Der erste Sieg fühlt sich wie Balsam auf der geschundenen Fußballseele an. Den St. Pöltnern tut dieser „Dreier“ am vergangenen Mittwoch ungemein gut. Dass sich über den Winter grundlegend etwas ändern muss, kann die SKN-Premiere in dieser völlig verkorksten Hinrunde aber nicht übertünchen.

So sehr der Sieg der Mannschaft und dem Betreuerstab zu gönnen ist, so wenig hat sich an der Ausgangslage geändert. Den Klassenerhalt ohne Relegation zu schaffen, wäre schon ein Husarenstück. Trainer Oliver Lederer hat rochiert, hat probiert und versucht alles aus dem Team herauszukitzeln. Die Truppe ist willig, engagiert und lässt sich nicht hängen. Viel kann den Kickern und dem Coach nicht vorwerfen. Allein: Es reicht nicht für die Bundesliga. Vorne ist der SKN die mit Abstand harmloseste Truppe, defensiv immer mal wieder für einen Aussetzer gut. Auffällig oft kassiert man gegen Ende der ersten oder zweiten Spielhälfte einen Gegentreffer. Mit Pech hat all das nur am Rande zu tun. Sondern mit Qualität und fußballerischem Vermögen.

Wenn von sieben gelernten Stürmern im Kader keiner (regelmäßig) das Tor trifft, kann bei der Kaderzusammenstellung nicht alles rund gelaufen sein. Detto, wenn man ohne gestandenen Linksverteidiger in die Saison geht. Das rächt sich nun.