Erstellt am 02. August 2016, 05:30

von Wolfgang Wallner

Spieler am längeren Hebel. Wolfgang Wallner über den SKN im Clinch mit der Gewerkschaft.

Die neue Macht der Spieler geistert seit dem Bosman-Urteil in der 90er-Jahren durch die Gazetten. Jetzt bekommt sie auch der SKN St. Pölten zu spüren. Tomasz Wisio und Daniel Beichler wehren sich gegen die Versetzung zu den Juniors. Ob zu Recht oder zu Unrecht sei dahingestellt. Die Negativ-Schlagzeilen schmerzen die St. Pöltner. Und sind zugleich die schärfste Waffe der Spieler.

Spielergewerkschafter Rudolf Novotny versteht keinen Spaß, wenn‘s um seine Klienten geht. Entsprechend scharf schießt er gegen den NÖ-Bundesliga-Aufsteiger. Nach dem Motto: Irgendwas bleibt immer hängen. Die St. Pöltner mögen in der Causa Wisio/Beichler nicht sehr geschickt vorgegangen sein – wie auch bei der „Verabschiedung“ des langjährigen Spielers Patrick Schagerl. Sportlich sind die Argumente nachvollziehbar. Sentimentalität kann keine Kategorie in der Bundesliga sein.

Wisio und Beichler spielen keine Rolle mehr in den Profi-Plänen. Und so geht‘s nicht, um das Training bei den Juniors oder unter Daxbacher, sondern – wie so oft – um‘s liebe Geld.

Vor allem Wisio sitzt am längeren Hebel. Auf Betreiben des damaligen Trainers Michael Steiner erhielt der Verteidiger einen Rentenvertrag, der so schlecht nicht dotiert sein dürfte. Diesen Fehler müssen die St. Pöltner heute ausbaden ...