Erstellt am 19. April 2017, 05:40

von Claus Stumpfer

Szilágyi besucht Stammverein. Claus Stumpfer über den Besuch des einzigartigen Ausnahmetalents.

Im Alter von sieben Jahren hielt Viktor Szilágyi bei der Union St. Pölten erstmals einen Handball in Händen. Was folgte, war eine beispiellose Weltkarriere. In seiner Glanzzeit galt der Sohn von „Handballprofessor“ István Szilágyi als bester Rückraumspieler der Welt. Seine gefürchteten „Schlagwürfe“ wurden zum Markenzeichen.

Obwohl er mit THW Kiel sämtliche Titel zwischen 2006 und 2008 erringen konnte, inklusive Champions-League, waren seine herausragenden Saisonen 2005 mit TUSEM Essen und 2010 mit Vfl Gummersbach. Quasi im Alleingang machte er beide zu EHF-Pokalsiegern und mit Letzteren gewann er sogar den Pokal der Pokalsieger.

Im österreichischen Nationalteam debütierte Szilágyi 1998 gegen Litauen und spielte dann 200 Spiele als Kapitän bis 2016. Kurioses Detail: Sein Vater, einst Trainer in St. Pölten und Krems, hatte auch genau 200 Spiele für Ungarn bestritten.

Am Samstag stattet der wohl größte Sportler St. Pöltens nun seiner Heimatstadt einen Besuch ab. Vor dem letzten Saison-Play-off-Spiel wird er der U-20-HBA-Meistertruppe den Pokal überreichen. Sicher ein Ansporn für die Youngsters, noch mehr in ihre Karriere zu investieren. Denn Szilágyi hat es vorgezeigt: Auch von St. Pölten aus, ist der Weg an die Weltspitze möglich.