Erstellt am 16. Mai 2017, 05:22

von Wolfgang Wallner

Wunschkonzert ohne echten Hit. Wolfgang Wallner über das „Chaos“ im Abstiegskampf.

Wer steigt ab, wer bleibt oben? Dass Fragen wie diese im Mai offen sind, gehört zum Fußballgeschäft. Dass aber nicht einmal klar ist, wie viele Klubs in welcher Liga eine Etage tiefer übersiedeln müssen, sorgt für Diskussionsbedarf. Eine Lösung, die alle glücklich macht, wird man kaum finden.

Klar: Die SKN Juniors sind stinksauer, dass sie planungstechnisch im Trüben fischen. Der „Zirkus“ rund um die Vienna und Stadlau, eine Relegation, die erst drei Wochen nach Ostliga-Schluss gespielt wird: All das sind Faktoren, die nicht unbedingt Werbung für den Fußball sind. Nicht viel anders geht‘s in der Liga darunter zu. Vernünftige Planungen sind zum Teil erst nach der allerletzten Runde möglich. Weil in unserem Bundesland Auf- und Abstieg nun mal fix ans Geschehen in den anderen Spielklassen gekoppelt sind.

Das muss nicht so sein. Es wäre ebensogut möglich, von vornherein festzulegen, dass beispielsweise zwei Klubs aus der 2. Landesliga West absteigen. Was aber auch dieses System nicht garantieren kann: Zufriedene Gesichter.

Wer klare Fronten in Sachen Auf- und Abstieg will, muss mit flexibleren Ligagrößen und weniger klar gezogenen „Grenzen“ zwischen den Klassen rechnen. Klarheit könnte auf Kosten so manchen Derbys gehen.