Erstellt am 02. Februar 2016, 05:47

von Daniel Lohninger

St. Pölten hat Aufholbedarf. Daniel Lohninger über Bildungsdefizite in der Stadt.

St. Pölten hat im Vergleich mit anderen Landeshauptstädten ein Bildungsproblem. Das zeigt ein Blick in die Statistik. Während der Anteil der Akademiker und Maturanten vergleichsweise niedrig ist, ist zugleich der Anteil der Einwohner, die maximal über einen Pflichtschulabschluss verfügen, überdurchschnittlich hoch – fast jeder vierte St. Pöltner fällt in diese Kategorie. Auffallend ist zudem, dass die Stadt auch bei Arbeitnehmern mit Lehrabschluss unter dem Durchschnitt liegt.

Für einen aufstrebenden Wirtschaftsstandort ist eine derartige Schieflage nicht gut. Die Gefahr besteht, dass vom Job-Wachstum weniger die „eigenen“ Einwohner profitieren als die „auswärtigen“ und die Einpendlerzahlen weiter steigen.

Mit der Errichtung und dem stetigen Ausbau der FH sowie der Gründung der NDU sind einige Weichen richtig gestellt worden. Auch der künftige ÖBB-Bildungscampus wird neue Impulse bringen. Entscheidend wird aber sein, dass bereits in der Laufbahn vor Universität, Matura und Lehre die jungen Menschen in die richtige Richtung gelenkt werden.