Erstellt am 05. Januar 2016, 08:07

von Daniel Lohninger

St. Pölten ist keine Schlafstadt. Wächst St. Pölten auch nur annähernd in der Geschwindigkeit der letzten Jahre weiter, ist es spätestens 2017 soweit: In der Stadt werden mehr als 60.000 Einwohner leben. Außer für Zahlenfetischisten ändert sich damit nicht wirklich etwas. Im internationalen Vergleich bleibt St. Pölten auch mit 60.000 Einwohnern eine Kleinstadt vor den Toren Wiens.

Wächst St. Pölten auch nur annähernd in der Geschwindigkeit der letzten Jahre weiter, ist es spätestens 2017 soweit: In der Stadt werden mehr als 60.000 Einwohner leben. Außer für Zahlenfetischisten ändert sich damit nicht wirklich etwas. Im internationalen Vergleich bleibt St. Pölten auch mit 60.000 Einwohnern eine Kleinstadt vor den Toren Wiens.

Was sich ändert: Dass die Einwohnerzahl zunehmend die Lebensrealität widerspiegelt – St. Pölten ist zur Stadt der Niederösterreicher geworden und wird auch von Wienern als solche wahrgenommen. Zugleich verfügt St. Pölten über eine Mischung aus Urbanität und Überschaubarkeit, die das nahe, aber ungleich größere Wien niemals bieten kann. Das ist ein Asset, das auch immer mehr junge Wiener schätzen.

Die Stadtpolitik wird lernen müssen, mit dieser neuen Rolle umzugehen. Dabei ist von Vorteil, dass St. Pölten als Landeshauptstadt selbst Zentrum ist – und so die Voraussetzungen gut sind, dass die Stadt anders als die Speckgürtel-Gemeinden tatsächlich zum Lebensmittelpunkt ihrer Neo-Bürger wird.