Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:47

von Daniel Lohninger

St. Pölten - Stadt der Autofahrer. Daniel Lohninger über St. Pölten und die geringe Attraktivität des Zu-Fuß-Gehens.

Ja, man weiß es: Autofahren ist nicht gesund - weder für den Fahrer selbst noch für die Umwelt. Trotzdem: Autofahren macht Spaß und in vielen Fällen ist es immer noch die einfachste, bequemste und auch schnellste Möglichkeit, von A nach B zu kommen. Allerdings ließen sich gerade in St. Pölten viele Wege zu Fuß oder per Fahrrad erledigen – die Hälfte aller Alltagswege ist hier kürzer als drei Kilometer. Trotzdem, und das zeigt die jüngste VCÖ-Studie wieder einmal, ist die NÖ-Landeshauptstadt bei Vergleichen mit anderen Landes-Metropolen verlässlich im Schlussfeld.

Die Stadt hat bereits reagiert und im Generalverkehrsplan mehrere Maßnahmen vorgesehen, die dafür sorgen werden, dass Radfahren und Zu-Fuß-Gehen vor allem im Zentrum attraktiver werden. Funktionieren kann das aber nur, wenn sich die Politik dazu bekennt, dass das Auto bei städteplanerischen Überlegungen künftig Nachrang hat. Illusionen darf sich im Rathaus aber niemand machen: Es wird Jahre dauern, bis heute gesetzte Maßnahmen greifen. Noch ist es also ein langer Weg, bis St. Pölten zur Stadt der Fußgänger wird.