Erstellt am 20. Oktober 2015, 05:12

von Daniel Lohninger

St. Pölten wird zur Alternative. Daniel Lohninger über St. Pölten, das langsam zur richtigen Hauptstadt wird.

Die Stadt St. Pölten lud erstmals in Wien zur Pressekonferenz – das Café Landtmann quoll über vor Wiener Journalisten. Und die belächelten die St. Pöltner Bemühungen nicht, sondern zeigten sich beeindruckt. Selten zuvor wurde so klar, dass man St. Pölten in Wien heute durchaus als attraktive Stadt mit infrastruktureller Top-Anbindung, hoher Lebensqualität und– vor allem – günstigen Preisen selbst in zentralen Lagen wahrnimmt. Eine urbane, aber doch kleinstädtische Alternative zur Bundeshauptstadt also.

Das tut einerseits natürlich dem St. Pöltner Ego gut, ist aber andererseits auch eine logische Konsequenz. Wien platzt aus allen Nähten, zugleich sind die Wiener Umland-Gemeinden keine echten Alternativen mehr. St. Pölten hingegen hat alles, was das Leben in einer Stadt ausmacht – und man kommt schneller und bequemer nach Wien als aus den meisten Speckgürtel-Orten.

Die Bemühungen und Investitionen der vergangenen Jahre zeigen also durchaus Wirkung. Fast 30 Jahre nach der Hauptstadt-Werdung ist St. Pölten auf einem guten Weg, eine richtige Hauptstadt zu werden.